Unkrautliesl-Blog
Unkrautliesl-Blog
  

Löwenzahn

unbeliebtes Unkraut - geschätzte Heilpflanze

 

 

30. April 2019

Der Löwenzahn

taraxacum officinale

Jeder kennt ihn. Der eine liebt ihn, der andere hasst ihn.
Und doch wächst er da, wo es ihm passt.
Gerade bei den meisten Gartenbesitzern, wird der Löwenzahn als lästiges und unbeliebtes Unkraut angesehen, dass sich nur sehr schwer ausrotten lässt, denn seine lange Pfahlwurzel kann bis zu einem Meter tief werden und seine Flugsamen (Pappus) finden in den noch so kleinen Ritzen einen Platz zum Keimen.
Was kaum einer weiß, der Löwenzahn ist eine uralte und wertvolle Heilpflanze.


Gerade die unebliebte Wurzel des Löwenzahns hat es in sich: Sie hat einen hohen Nährstoffgehalt an wichtigen Vitaminen, Kohlenhydraten, sowie natürliches Inulin und Kalium.
Wohin gegen das oberirdische Kraut nicht weniger verachtet wird.
Die Blätter und die Blüten enthalten ebenso eine Menge an Nährstoffen, wie z.B. gesunde Bitterstoffe, Magnesium, Kalzium und Eisen.

 

Im Volksglauben verriet das Wegblasen der gefiederten Samen, wie viel Jahre man noch bis zur Hochzeit warten musste oder wieviel Jahre man noch zu Leben hatte.
Wenn man jedoch alle Samen aufeinmal weggeblasen hatte, bekam man ein neues Kleid und viel Glück.

 

 

 

So sieht er aus:

Die Blüte:
Was im Volksmund als `Butterblume´und `Pusteblume´bekannt ist, ist eine gelb duftende Korbblüte. Ihre Schönheit zeigt uns der Löwenzahn aber nur bei trockenem und sonnigem Wetter, sonst umschließen die grünen Hüllblätter, die kostbaren gelben Blütenblätter. Die Löwenzahnblüten sind im Frühling von April bis Juni zu ernten und im Herbst von September bis Oktober.
Zu verwenden sind aber nicht nur die wunderschönen Blüten, auch die geschlossenen Blütenkospen können z.B. für Kapernersatz oder als Salatbeigabe hergenommen werden.
Später nach der Blüte, erscheint dann eine wunderschöne

`Pusteblume´, die nicht nur Kinder zum Wegpusten verleitet.

 

Die Blätter:
Sie bilden eine Grundrosette, aus dieser dann der Stängel mit der Blütenknospe hervortritt. Ihre Form sind gezahnt und manchmal glatt oder behaart und können das ganze Jahr, von April bis September, gesammelt werden.

 

Der Stängel:

Der Stängel des Löwenzahns hat keinen guten Ruf. Oft ist er als giftg verschrien. Das kommt wohl daher, dass die Flecken, des weißen Milchsaftes, der aus dem Stängel tritt, sich nicht mehr aus Kleidung und Händen heraus waschen lässt.

Er ist hohl und unbehaart. Er hat einen hohen Gehalt an Bitter- und Gerbstoffen und sollte nur in Maßen genossen werden.

 

Die Wurzel:

Sie ist ein wahres Kraftpaket, nicht nur, weil sie viele wichtige Inhaltstoffe, wie z.B. natürliches Inulin besitzt. Die lange Pfahlwurzel des Löwenzahns kann bis zu einem halben Meter lang werden und findet somit fast in jedem Boden halt. Selbst asphaltierte Straßen hindern sie nicht, zu wachsen.

Die Wurzel kann im Herbst ab September ausgegraben und verwendet werden.

 

Mein Tipp:
Lasst den Löwenzahn in einem Hochbeet keimen und blühen. Bevor sich dann die Samen bilden, die Blüten ernten. So kann man das ganze Jahr bequem Löwenzahn ernten. Im Winter holt man dann die lange Wurzel heraus, säubert sie und verwendet sie in der Kräuterküche oder in der Heilkunde.

stark anregende Wirkung

Der Löwenzahn kann bei vielen Beschwerden und Leiden gute Dienste leisten.

Nicht nur bei Leber- und Gallenbeschwerden kann er seine Kraft zeigen, auch bei Verstopfung, sonstigen Verdauungsproblemen und Blähungen kann er sehr hilfreich sein.

Wer gerade an den ersten Frühlingstagen unter Frühjahrsmüdigkeit und Antriebslosigkeit leidet, sollte eine ausreichende Kur aus Löwenzahn machen. Die Kur kann bis zu vier Wochen dauern.

Der Löwenzahn scheidet alten Ballast aus dem Körper aus und weckt neue Lebensgeister.

Da er auch eine harntreibende Wirkung besitzt, ist es nicht zu empfehlen, den Löwenzahn abends einzunehmen. Denn nicht um sonst hat er sich den Namen im Volksmund als "Bettseicher" gemacht.

 

Löwenzahnwasser

als Frühjahrskur
regt den Kreislauf und den Stoffwechsel an

 

Zutaten:
eine Handvoll blühendes Kraut
(Blüten, Blätter und Stängel)
500ml lauwarmes Wasser
ein TL Honig

 

Zubereitung:
Löwenzahn grob zerkleinern und über Nacht in das lauwarme Wasser einlegen.
Am nächsten Tag abseihen und nocheinmal vorstichtig erwärmen, den Honig unterrühren. Den Sud mit einem Liter Wasser verdünnen und über den Tag verteilt trinken.

 

Mein Tipp:

Um dem Löwenzahnwasser mehr Geschmack zu geben, die Scheibe einer Zitrone über Nacht mit in den Sud legen.

 


 

LöwenzahnHonig

 

ein schmackhaftes und gesundes Honigschlecken

 

 

So wirds gemacht:

Zwei Handvoll Löwenzahnblüten von den grünen Hüllblättern befreien, in ein Schraubglas geben und mit 500ml flüssigen Honig übergießen.
Zwei Nelken und eine Zimtstange dazugeben und gut umrühren.

Glas gut verschließen und 3-4 Wochen ziehen lassen, dabei regelmäßg schütteln.

 

Löwenzahn - Salat

 

gesunde Bitterstoffe einmal anders

 

 

Mehr Informationen zum Löwenzahn
findest du während meiner
Kräuterführungen und Wildkräuterseminare.
Sei gespannt, was es noch alles
über die Alljahrespflanze zu entdecken gibt.

Hier findest du die aktuellen Termine.
Ich freu mich auf dich !

Hier finden Sie mich:

Wildkräuterseminare &     Kräuterführungen

 

Elisabeth Wurzer
Förrenbach
91230 Happurg

 

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

+49 9151 9087835
 

oder schreiben Sie eine E-Mail

Zitronenmelisse@web.de

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Kräuterführungen & Kochkurse